Wer i bin, geht eich an Dreck au.

Fragen an Regisseur Kurt Ockermüller

19.04.2008

Wie viele Leute haben Sie gecastet und wo:

Es müssen wohl an die 150 insgesamt gewesen sein, alle in der Bonus-Film. Dabei ist es ja fast ausschließlich um die "Neuen" gegangen, die es eben jetzt nach 30 Jahren gibt und die in den "Mundl-Clan" hineinpassen müssen. Für die Rolle des jüngsten, Mundls Urenkerl Edi, dem 13jährigen Sohn vom René, habe ich mindestens 25 bis 30 Jungs kennen gelernt, von denen etwa fünf in die engere Auswahl gekommen sind.

Der tatsächliche Edi, der es dann geworden ist, war da schon in der allerersten Runde dabei. Interessant war für mich, dass er in den folgenden vier, fünf Casting-Runden von selbst immer mehr in die Figur hineingeschlüpft ist und sich auch als unglaubliches Talent im Improvisieren von Situationen gezeigt hat. Für einen Dreizehnjährigen eine beachtliche Fähigkeit. Er hat dabei selbst erfundene Dialoge improvisiert, die so gut waren, dass ich sie zum Teil ins Drehbuch übernommen habe. Außerdem ist er ein hochbegabter Sänger und Gitarrist, was ja für die Rolle ebenfalls eine wichtige Voraussetzung ist.

 

Kennen die Jungen noch die Person des "Mundl" und wissen sie, worum es sich in der damaligen TV-Serie gehandelt hat?

Zu meiner Überraschung kennen ausnahmslos alle den Mundl und wissen auch über die Inhalte der Serie sehr genau Bescheid, vor allem auch die ganz Jungen, die einzelne Originalsprüche draufhaben.

 

Sind Sie mit den Darstellern schon länger in Kontakt?

Karl Merkatz und Ernst Hinterberger waren die ersten, die ich schon vor über einem Jahr kontaktiert habe. Ich bin besonders mit „Karli“ Klaus Rott in ständigem Kontakt. Er hat bereits im Vorfeld zahlreiche Ideen eingebracht, die wir ins Drehbuch eingearbeitet haben.

 

Hat Karl Merkatz bei der Gestaltung des "Mundl" etwas Besonderes vor?

Natürlich wird er den bekannten Mundl weiterführen, wie man ihn kennt, allerdings ist er ja inzwischen fast 80 und folglich hat er so seine Wehwehchen und hören tut er auch nicht mehr so gut. Stur und bockig ist er aber geblieben, nur sein bekannter Jähzorn hat sich ein bißl verändert und daraus entstehen neue Marotten, auf die man sich schon freuen darf.

 

Was können Sie über die Drehorte erzählen...

Wir haben den Originalschauplatz, den Gemeindebau in der "Großfeldsiedlung" im 21. Bezirk, im wesentlichen so vorgefunden, wie er vor 30 Jahren ausgeschaut hat, als Mundl und Toni dort am Ende der letzten Folge eingezogen sind. Dort wird auch ein ziemlich großer Teil des Films spielen, die alten Sackbauers wohnen ja immer noch dort. Für die anderen Familienmitglieder haben wir neue Locations in Wien gesucht und gefunden. Auch in Hamburg, wohin Hanni mit Franzi ja damals „ausgewandert“ sind und wo Hanni ja immer noch lebt.

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